Mir hat sich heute ein interessantes Feld des Geldverdienens offenbart. Mietschrauber in der Mietwerkstatt.
Mein Dicker hat ja ne Autogasanlage verbaut und da ich den Zustand der aktuell verbauten Kerzen nicht kannte hab ich mir ein paar neue kommen lassen. Es gab zwar keine Probleme mit den alten, aber man konnte ja mal nachsehen. Eigentlich ist sowas ne einfache Straßenarbeit, macht keinen Dreck und saut in der Regel nicht rum. Den Wagen in die normale Werkstatt zu stellen wäre zu einfach und befriedigt nicht den Basteltrieb. Einfache Sachen zu selber zu schrauben macht Laune (also nur so Filter, Kerzen und Co, der Rest ist Werkstattarbeit) Leider hat Väterchen Frost heute nochmal zugeschlagen und es schneite und war schweinekalt. Also hab ich mir im Netz mal ne Mietwerkstatt gesucht und diese auch besucht. 8€/Stunde und Werkzeug konnte man auch leihen. Fand ich in Ordnung. Also ab in die Karre, eigenes Werkzeug eingepackt und hin da. Mir offenbarten sich Dinge, ohjeohje. Jetzt weiß ich wo die Fähnchenhändler die Karren überpolieren und “reparieren”. Schon bei der Ankunft wurde ich von einem “Kollega” empfangen. Was ich denn wollte und ob ich Hilfe bräuchte. Nett, nicht von oben herab, passt schon. Er bot mir auch gleich zwei seiner “Kollegas” an die mir helfen wollten und eifrig nickten. Eine bunte Truppe aus Arabern und Osteuropäern, kein Deutscher, die halt dort Ihre schrauberdienste anboten. Ohne rechnung wie ich vermute. Das war aber soweit OK. Ich kannte diese Art des geldverdienen nur nicht, ich hab auch nicht gefragt was man da haben will. Ich wollte ja eh nur meine Zündkerzen wechseln.
“Fahr auf die Nummer XY und leg los” – da stand dann aber ein Chrysler der von einem “Kollega” mit dem Hammer ausgebeult wurde um dann mit viel Spachtelmasse überpoliert zu werden. Der hatte so einige Rostlöscher. Spannend da mal rüberzuschielen. In der Halle stank es nach Farbe, Lösungsmitteln und wasweißichnichtnoch alles. Atemmasken trugen nur zwei Deutsche
. Insgesamt war mein “erstes mal” da schon lehrreich und hat ein paar nette und auch komische Eindrücke hinterlassen. So wie der Herr der plötzlich vor meinem Wagen stand und meinte der würde gut aussehen und drauf los quatschte. Irgendwann fragte er was das für ein Auto sei
– mal abgesehen vom BMW Logo auf dem Motor zeigte ich Ihm auch noch dass Logo auf der Motorhaube. Er meinte er fahre auch einen. Naja…zumindest wollte er nicht schrauben helfen
.